Alle in den folgenden Beschreibungen
genannten Beiträge können nur als ungefähre Werte betrachtet werden. Letztlich
ist es abhängig von der Gesellschaft, dem Tarif, dem Eintrittsalter und
eventuellen Risikozuschlägen, was Sie tatsächlich zahlen müssen. Lassen Sie sich
von mir beraten!
Diese Tarife sind genau das Richtige für den
kleinen Geldbeutel. Ihr Umfang ist zwar reduziert, enthält aber meist genau das,
was bei der "Gesetzlichen" fehlt: Leistungen bei Brillen,
Heilpraktiker, Auslandsschutz,
Zuzahlung im Krankenhaus und bei Heil- und Hilfsmitteln. Diese Tarife bekommen Sie bereits
ab 5 EUR mtl.

Diese umfassen ärztliche Therapien,
Medikamente, Heilpraktiker, Psychotherapien, Massagen,
Krankengymnastik. Für Heil- und Hilfsmittel (z. B. Brillen,
Kontaktlinsen, Hörgeräte oder Rollstühle) lassen sich
verschiedene Leistungsumfänge festlegen, die direkt auf den Beitrag
wirken.
Diese Zusatztarife sind die teuersten.
Deren Leistungsumfang geht jedoch meist sehr weit über den der
Ergänzungstarife
hinaus. So enthalten diese oft auch Leistungen aus den übrigen Zusatzbereichen.
Ihr Beitrag liegt hier etwa zwischen 30 und 200 EUR.

Der Name sagt es bereits: Sie sind für den
Fall des Krankenhausaufenthalts versichert. Die Leistungen gehen auch
dabei meist deutlich über die der "Gesetzlichen" hinaus: Ein- oder
Zweibettzimmer, Chefarztbehandlung, Rechnungen auch über dem 3,5-fachen
Satz der GOÄ usw.
Diese Tarife sind recht günstig und bewegen
sich zwischen 25 EUR und 60 EUR.

Neben den Ergänzungs- und stationären Zusatztarifen
ist dies die interessanteste Variante. Möglich ist ein Schutz bei Zahnersatz
und Kieferorthopädie bis nahezu 100% der Gesamtkosten. Allerdings sind meist
(erträgliche) Höchstbetragsregelungen vorgesehen. Wenn man bedenkt, dass der
gesetzlich Versicherte nur zwischen 50% und höchstens 65% beim Zahnersatz
erstattet bekommt, ist solch eine Versicherung wirklich jedem dringend
anzuraten.
Hierfür müssen Sie etwa 5 bis 20 EUR einplanen.

Sehr wichtig
für die Absicherung der Arbeitskraft ist das Krankentagegeld (in der
'Gesetzlichen' das Krankengeld). Wird es versichert, erhält
man den vereinbarten Tagessatz netto, im Gegensatz zur GKV, wo davon
noch Steuern und Sozialversicherungsabgaben abzuführen sind und die
Höhe begrenzt ist. Das Tagegeld wird in der PKV zeitlich unbegrenzt
gezahlt und kann das Nettoeinkommen voll abdecken. In der GKV ist
nach der 78. Woche innerhalb von drei Jahren Schluss; der
Versicherte wird 'ausgesteuert'.
Bei Angestellten kann der Zahlungsbeginn am
Tarifvertrag festgemacht werden. In aller Regel endet die Zahlungspflicht des
Arbeitgebers nach der 6. Krankheitswoche (42 Tage). Für Selbstständige, deren
Einkünfte ausschließlich über den persönlichen Einsatz erzielt werden (sog.
"Einzelkämpfer") empfiehlt sich ein wesentlich früherer Beginn. Allerdings
steigen dann auch die Beiträge.
Ein 30-jähriger Mann bezahlt für 50 EUR Tagegeld
(=1.500 EUR netto monatlich) ab dem 43. Tag zwischen 10 und 40 EUR. Dabei sind
die Geldleistungen naturgemäß bei allen Gesellschaften gleich. Sie sehen hier also,
wie wichtig es ist, die
Beratung an kompetenter Stelle zu suchen.

Das Krankenhaustagegeld ist für Angestellte eher
Luxus, wenn daneben das
Krankentagegeld versichert ist. Bei Selbständigen sieht das etwas
anders aus. Gezahlt wird es für die Dauer des stationären
Krankenhausaufenthalts. Der Beitrag hierfür ist längst nicht so hoch, wie für
das Krankentagegeld.
Er liegt zwischen ca. knapp 4 und über 6 EUR für 20 EUR pro Tag.

Wenn der Pflegefall eintritt, haben Sie
zunächst einmal die Leistungen der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung
zu erwarten. Diese ist übrigens automatisch auch in der privaten
Krankenversicherung enthalten. Je nach festgestellter Pflegestufe (I, II,
III) erhalten Sie dann in der Regel prozentual anteilig ein
Pflegetagegeld. Manche Gesellschaften leisten erst ab Stufe II. Hier ist
eine allgemeine Darstellung nicht möglich, da die bestehenden Tarifmodelle
zu unterschiedlich sind.

Separate Kurtarife als Zusatztarife bieten
nur sehr wenige Versicherer an. Es wird ein Tagegeld für die Dauer des
Kuraufenthalts gezahlt. Die Kosten betragen etwa 10 - 15 EUR mtl. für 50
EUR Tagegeld. Hier gibt es jedoch unter bestimmten Voraussetzungen auch
noch günstigere Varianten.
Optionstarife bezeichnet man deshalb so,
weil sie die Option beinhalten, zu einem späteren Zeitpunkt in einen
anderen (besseren) oder sogar in einen Vollkostentarif ohne
Gesundheitsprüfung(!) zu wechseln. Auch diese Tarife werden nur von
wenigen Versicherern angeboten.

Diese Tarifart bewirkt, dass der Beitrag ab
einem bestimmten Alter (meist zwischen 60 und 70) um einen vereinbarten
Betrag sinkt. Dafür muss man etwa 1,5 EUR bis 2 EUR mtl. aufwenden, um im
Alter um 10 EUR entlastet zu werden. Auch hier gibt es Abweichungen nach
oben und unten.

Vereinfacht gesagt sind dies Tarife, in denen man
keinerlei Leistungen bekommt. Der Versicherte erhält sich aber seinen
Anspruch darauf, sich später (wieder) versichern zu können und zwar ohne
die obligatorische Gesundheitsprüfung. Interessant ist dies z.B. bei einem
Arbeitnehmer, der vorübergehend arbeitslos wird, seine bestehende Voll-
oder Zusatzversicherung jedoch nicht aufgeben möchte.

|